Was macht ein Datenanalyst im Onlinehandel?

Was macht ein Datenanalyst im Onlinehandel?

Inhaltsangabe

Ein Datenanalyst im Onlinehandel wertet Nutzungs-, Verkaufs- und Marketingdaten aus, um operative und strategische Entscheidungen zu unterstützen. Er arbeitet eng mit E‑Commerce‑Management, Marketing, Produktmanagement und IT zusammen. Die Aufgaben eines Datenanalyst Onlinehandel reichen von Dashboard‑Erstellung bis zu konkreten Handlungsempfehlungen für das Management.

Das Ziel ist klar: Umsatzsteigerung, höhere Conversionrate und bessere Kundenbindung durch datengetriebene Maßnahmen. Typische Maßnahmen entstehen aus Datenanalyse E‑Commerce, etwa das Erkennen von Trends, die Optimierung der Produktdarstellung und die Reduktion von Warenkorbabbrüchen.

Für deutsche Händler, ob Marktplatzbetreiber, Direktvertrieb oder Omnichannel‑Anbieter, ist die Rolle zentral, um gegenüber Amazon, Otto oder Zalando wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Datenanalyst E‑Commerce fungiert als Brücke zwischen Rohdaten und Entscheidern und liefert Berichte sowie umsetzbare Insights.

In Produktreviews und Tool‑Vergleichen zeigt ein Datenanalyst, welche Methoden und Plattformen wirklich Umsatz bringen. Praxisbeispiele von Unternehmen wie MediaMarkt, About You und REWE online beweisen, welche Aufgaben Datenanalyst Onlinehandel konkret erfüllen und welche Best Practices sich bewährt haben.

Was macht ein Datenanalyst im Onlinehandel?

Ein Datenanalyst im Onlinehandel verwandelt Rohdaten in konkrete Erkenntnisse, die Marketing, Einkauf und Geschäftsführung nutzen. Die Rolle umfasst tägliche Aufgaben wie Reporting, Datenaufbereitung und schnelle Ad‑hoc‑Analysen. Durch klar strukturierte Arbeitsschritte schafft er Entscheidungsgrundlagen für Umsatz, Lager und Kundenerlebnis.

Kernaufgaben und tägliche Verantwortlichkeiten

  • Datenaufbereitung: Er bereinigt Verkaufsdaten aus Shopify oder Magento, kombiniert Zahlungsdaten und CRM‑Informationen.
  • Reporting: Er erstellt tägliche und wöchentliche Dashboards zu Umsatz, Conversion Rate, AOV und Retourenquote.
  • Ad‑hoc‑Analysen: Bei plötzlichem Umsatzrückgang untersucht er Ursachen und prüft Funnel‑Ausprägungen.
  • Kommunikation: Ergebnisse präsentiert er an Marketing, Einkauf und Geschäftsführung und schlägt konkrete Maßnahmen vor.

Wie Datenanalysten Geschäftsentscheidungen unterstützen

Sie arbeiten hypothesenbasiert und testen Annahmen zu Kampagnen, Preisstrategien und UX‑Änderungen. Dabei priorisieren sie Maßnahmen nach Impact, zum Beispiel Abgleich zwischen Checkout‑Optimierung und Produktseiten.

Forecasting reduziert Risiken. Mit Modellen wie ARIMA oder Prophet prognostiziert er Lagerbestände und verhindert Out‑of‑Stock Situationen. So steigen Planungssicherheit und Effizienz.

Beispiele für typische Projekte im E‑Commerce

  • Conversion‑Optimierung: Analyse des Checkout‑Funnels, Implementierung von Tracking‑Events und Zusammenarbeit mit UX‑Designern.
  • Promotion‑Evaluierung: Messung des Rabatt‑Effekts auf Marge und Wiederholungskäufe.
  • Personalisierung: Aufbau von Empfehlungsmodellen mit Collaborative Filtering und Integration auf Produktseiten.
  • Marktplatz‑Performance: Attribution über eigene Shop‑Kanäle und Plattformen wie Amazon Marketplace.

Die Kombination aus fundierter Datenarbeit und klarer Kommunikation definiert die Aufgaben Datenanalyst E‑Commerce. Wer die täglichen Verantwortlichkeiten Datenanalyst versteht, erkennt schnell, wie Projekte Datenanalyst Onlinehandel den ROI beeinflussen können.

Wichtige Fähigkeiten und technische Kenntnisse

Ein Datenanalyst im Onlinehandel benötigt eine Mischung aus methodischem Wissen und praktischen Toolkenntnissen. Diese Kombination erlaubt präzise Analysen, klare Visualisierungen und sichere Datenverarbeitung. Die folgenden Bereiche zeigen zentrale Kompetenzen für die Rolle.

Statistik und Datenvisualisierung

Statistische Grundkenntnisse sind nötig, um Hypothesentests, Regressionsmodelle und Zeitreihenanalysen korrekt zu interpretieren. Sie helfen beim Validieren von Erkenntnissen aus A/B‑Tests und Sales‑Trends.

Gute Visualisierungen machen komplexe Ergebnisse verständlich. Tools wie Matplotlib, Seaborn oder ggplot2 sowie BI‑Dashboards unterstützen beim Storytelling mit Daten.

KPI‑Definitionen wie Conversion Rate, CLV, Retention Rate und Bounce Rate gehören zur täglichen Arbeit. Klare Metriken sorgen für nachvollziehbare Entscheidungen.

Programmiersprachen und Tools (Python, R, SQL, BI‑Tools)

SQL ist Kernkompetenz für Data‑Wrangling in relationalen Systemen wie PostgreSQL, MySQL und Amazon Redshift. Schnelle Abfragen ermöglichen präzise Segmentierungen.

Python und R dienen der Datenaufbereitung, statistischen Modellierung und Machine‑Learning. Bibliotheken wie pandas, scikit‑learn oder caret beschleunigen den Workflow.

BI‑Tools wie Tableau, Power BI und Looker erstellen interaktive Dashboards für Stakeholder. Ergänzend sind Google Analytics, GA4, Adobe Analytics und BigQuery nützlich für Behavioral Data und Data Warehousing.

Kenntnisse zu Tracking, Datenqualität und Datenschutz (DSGVO)

Tracking‑Implementierung erfordert Verständnis für Data Layer, Google Tag Manager und serverseitiges Tracking. Saubere Events liefern verlässliche Datenpunkte.

Datenqualität umfasst das Handling von fehlenden Werten, Duplikaten und Inkonsistenzen. Monitoring mit Data Quality Tools stellt die Integrität der Analysen sicher.

Datenschutz nach DSGVO ist verpflichtend bei personenbezogenen Daten. Anonymisierung, Consent Management und korrekte Auftragsverarbeitung mit Anbietern wie Google und Adobe sind feste Bestandteile der Arbeitsprozesse.

  • Fähigkeiten Datenanalyst E‑Commerce sind Basis für operative und strategische Projekte.
  • Statistik Datenvisualisierung schafft Klarheit in Berichten und Präsentationen.
  • Python R SQL BI Tools ermöglichen skalierbare Datenpipelines und aussagekräftige Dashboards.
  • DSGVO Datenanalyse Onlinehandel gewährleistet rechtssichere Verarbeitung und Vertrauen bei Kunden.

Wie Datenanalysten den Umsatz und die Conversionrate verbessern

Ein Datenanalyst verbindet Nutzerdaten, Tests und Attribution, um messbare Umsatzsteigerungen und eine bessere Conversion zu erreichen. Er identifiziert Hebel, plant Experimente und wertet Kanäle so aus, dass Entscheider klare Handlungsempfehlungen erhalten.

Segmentierung und Personalisierung

Mit Segmentierung E‑Commerce teilt der Analyst Kunden in sinnvolle Gruppen. Methoden wie RFM‑Analysen und verhaltensbasiertes Clustering liefern Zielgruppen für gezielte Kampagnen.

Personalisierte Inhalte erhöhen die Relevanz. Dynamische Produktempfehlungen und individualisierte E‑Mails führen zu höherer Conversion. Tools wie Dynamic Yield oder Optimizely unterstützen die Umsetzung.

Erfolg misst er über kontrollierte Tests und Lift‑Analysen, damit die Maßnahmen tatsächlich die Conversionrate verbessern Onlinehandel.

A/B‑Tests und Experimentdesign

Beim A/B Test E‑Commerce sorgt der Analyst für saubere Randomisierung und definiert primäre KPIs. Eine Power‑Berechnung bestimmt die nötige Stichprobengröße.

Analyse umfasst Signifikanzbewertungen und Regeln gegen Multiple Testing. Testdauer richtet sich nach Traffic und saisonalen Effekten.

Praktische Tools sind Optimizely und VWO sowie interne Testframeworks. Klare Testprotokolle stellen sicher, dass Ergebnisse robust und reproduzierbar sind.

Attribution und Customer Journey Analyse

Mit Attribution Customer Journey bewertet der Analyst den Beitrag einzelner Touchpoints. Last‑Click‑Modelle stehen Data‑Driven‑Ansätzen gegenüber, die Mehrkanaleffekte sichtbar machen.

Customer Journey Mapping identifiziert Ads, E‑Mails und Organic Search als Einflussfaktoren auf Kaufentscheidungen. Dieser Blick hilft, CAC und langfristigen CLV zu vergleichen.

Durch Multi‑Touch‑Attribution lassen sich Budget und Kanalmix optimieren, so dass Marketinginvestitionen gezielt Umsatz und Conversionrate verbessern Onlinehandel.

Analyse von Produkt- und Sortimentsperformance

Die Analyse von Sortiment und Produktperformance hilft Händlern, Angebot und Nachfrage optimal abzustimmen. Mit klaren Kennzahlen lässt sich die Sortimentsanalyse E‑Commerce systematisch aufbauen und in operative Maßnahmen übersetzen.

Zur Bewertung von Verkaufstrends setzt das Team Zeitreihenmodelle ein. Methoden wie STL oder Prophet zeigen wiederkehrende Muster und unterstützen Forecasting für Lager und Kampagnen.

Trend‑Monitoring kombiniert Verkaufsdaten mit Social Listening. Das schafft Frühwarnsysteme, die auf aufkommende Nachfrage oder Absatzrückgänge hinweisen.

Bewertung von Verkaufstrends und Saisonalität

  • Zeitreihenanalyse zur Erkennung saisonaler Zyklen und Peak‑Planung.
  • Forecasting für Bedarf und Marketingbudget.
  • Cross‑Check mit externen Signalen wie Wetter oder Events.

Identifikation von Topsellern und Ladenhütern

  • ABC‑Analyse nach Umsatzanteil und Deckungsbeitrag, um Topseller identifizieren zu können.
  • Lifecycle‑Management für Ladenhüter: Promotions, Bundles oder Retourenreduzierung.
  • ERP‑Anbindung zu SAP oder Microsoft Dynamics verbindet Verkaufs‑ und Bestandsdaten in Echtzeit.

Preis‑ und Promotion‑Analysen

  • Preiselastizität messen, um zu verstehen, wie Preisänderungen Absatz und Umsatz verschieben.
  • Promotion‑Attribution klärt, ob Rabatte kurzfristig Umsatz bringen oder Marge und Wiederkäufe senken.
  • Dynamische Preisgestaltung mit Repricing‑Simulationen vor Live‑Einsatz.

Praktische Tools und Methoden vereinfachen die Umsetzung. Kombiniert man Sortimentsanalyse E‑Commerce mit regelmässigem Reporting, lassen sich Topseller identifizieren, saisonale Verkaufstrends prognostizieren und fundierte Preisanalysen Onlinehandel durchführen.

Einsatz von Datenanalysten im Marketing und Kundenbindung

Datenanalysten verbinden Werbezahlen mit Kundenverhalten. Sie liefern klare Metriken, die Marketingteams bei Entscheidungen helfen. Mit gut aufbereiteten Daten lassen sich Kampagnenkosten senken und Kundentreue stärken.

Kampagnenanalyse und ROI‑Messung

Analysten führen kanalübergreifende Auswertungen durch. Sie berechnen ROAS und CAC, vergleichen SEA, Social und Affiliate‑Leistungen und identifizieren Budgethebel.

Uplift‑Modelling trennt tatsächliche Kampagnenwirkung von organischen Effekten. So lässt sich die Wirksamkeit von Black Friday‑Aktionen kurzfristig und langfristig messen.

Regelmäßige Reporting‑Cadences helfen, die ROI Messung Marketing transparent und wiederholbar zu gestalten.

Kundenlebenszeitwert und Churn‑Vorhersage

Zur CLV Berechnung nutzen Analysten historische Kaufdaten oder probabilistische Modelle wie BG/NBD kombiniert mit Gamma‑Gamma. Segmente nach Wertklasse zeigen, wo sich Investitionen lohnen.

Für Churn Vorhersage setzen Teams Klassifikationsmodelle ein. Random Forest und XGBoost identifizieren gefährdete Kunden, damit Retentionsmaßnahmen zielgerichtet ausgelöst werden.

Typische Maßnahmen sind Reaktivierungskampagnen, Loyalty‑Programme und personalisierte Angebote für hochwertige Kunden.

Targeting und Lookalike‑Modelle

Datenanalysten bauen Lookalike Modelle auf Basis von CRM‑Daten. Zielplattformen sind Facebook/Meta Ads und Google Ads. Die Modelle nutzen Kaufhistorie, Interessen und demografische Merkmale.

A/B‑Tests validieren die Zielgruppenauswahl. Privacy‑Vorgaben verlangen Hashing und Anonymisierung bei Datenübertragungen an Werbenetzwerke.

Gut kalibrierte Lookalike Modelle erhöhen Reichweite ohne unnötige Streuverluste und verbessern die Effizienz von Kampagnenanalyse E‑Commerce.

Tools, Plattformen und Infrastruktur im Onlinehandel

Die technische Basis bestimmt, wie schnell ein Onlinehändler auf Marktveränderungen reagiert. Entscheidend sind robuste Datenflüsse, skalierbare Speichersysteme und eine Auswahl an Analysewerkzeugen, die sich mit Shop‑ und Werbeplattformen verbinden lassen.

Google Analytics 4 bleibt Standard für Website‑Tracking, ist aber oft limitiert bei Stichproben und Datenschutz. Große Händler wählen Adobe Analytics für tiefere Session‑Analysen. Für Dashboards greifen viele Teams zu Tableau, Power BI oder Looker. Beim BI Tools Vergleich zählen Skalierbarkeit, Kosten und Integrationsmöglichkeiten mit Shop‑ und Werbeplattformen.

Data Warehouse, ETL‑Pipelines und Echtzeit‑Daten

Snowflake, Google BigQuery und Amazon Redshift speichern kombinierte Datenquellen zuverlässig. Moderne ETL/ELT‑Tools wie Fivetran, Stitch und Apache Airflow automatisieren Datenaufbereitung.

Für Echtzeit‑Monitoring setzen Händler auf Streaming mit Kafka oder Google Pub/Sub, um Bestellungen und Lagerstände sofort sichtbar zu machen. Eine klare Data Warehouse ETL‑Strategie reduziert Dauer für Analysen und erhöht Datenqualität.

Integrationen mit Shop‑Systemen und AdTech

Shopware, Shopify und Magento bieten Schnittstellen zur Synchronisation von Produkt‑ und Bestandsdaten. Verknüpfungen zu Google Ads, Meta Ads und DSPs führen Kampagnen‑Performance zurück ins Data Warehouse.

Das Zusammenspiel von Shop Integrationen AdTech mit CRM‑Systemen wie Salesforce und E‑Mail‑Tools wie Klaviyo schafft einen geschlossenen MarTech‑Kreislauf. So werden Marketingausgaben messbar und Empfehlungen präziser.

  • Auswahlkriterium: Echtzeitfähigkeit für Inventar und Checkout.
  • Auswahlkriterium: Kostenmodell und Skalierbarkeit bei Traffic‑Spitzen.
  • Auswahlkriterium: Native Konnektoren zu Shop‑Systemen und Werbenetzwerken.

Berufsperspektiven und wie man Datenanalyst im E‑Commerce wird

Der Einstieg als Datenanalyst im E‑Commerce gelingt über verschiedene Wege. Ein Studium in Statistik, Informatik, Wirtschaftsinformatik oder Data Science legt eine solide Basis. Quereinsteiger profitieren von intensiven Bootcamps wie Data Science Bootcamps und praktischer Erfahrung in Projekten.

Für die Weiterbildung Datenanalyst sind Zertifikate wie das Google Data Analytics Certificate sowie Kurse auf Coursera oder edX nützlich. Wichtige Fähigkeiten sind SQL, Python und Kenntnisse in BI‑Tools. Praxisbeispiele in einem Portfolio — etwa Kaggle‑Projekte oder Dashboard‑Demos mit konkreten Handlungsempfehlungen — erhöhen die Chancen bei Bewerbungen.

Die Karriere Datenanalyst Onlinehandel verläuft oft vom Junior Data Analyst über Senior Data Analyst bis zu Rollen wie Data Scientist oder Analytics Manager. Spezialisiert man sich auf Pricing, Marketing Analytics oder Produktanalyse, verbessern sich Aufstiegschancen und Verdienstmöglichkeiten. Große Plattformen und Agenturen zahlen in der Regel höhere Gehälter als kleine Händler.

Praktische Tipps für Bewerber sind klar: Portfolio aufbauen, Storytelling und Stakeholder‑Management trainieren sowie Netzwerke nutzen. Der Austausch bei Data Science Meetups oder auf LinkedIn und XING sowie Praktika bei E‑Commerce‑Unternehmen sind besonders wertvoll. Wer fragt, lernt schneller — und bleibt in einem Markt gefragt, in dem die Nachfrage nach qualifizierten Experten stabil hoch ist, weshalb sich die Frage Wie wird man Datenanalyst E‑Commerce langfristig lohnt.

FAQ

Was macht ein Datenanalyst im Onlinehandel?

Ein Datenanalyst im Onlinehandel wertet Nutzungs-, Verkaufs- und Marketingdaten aus, um operative und strategische Entscheidungen zu unterstützen. Er bereinigt und integriert Daten aus Shop‑Systemen wie Shopify oder Magento, Zahlungsanbietern und CRM‑Quellen, erstellt Dashboards und liefert Handlungsempfehlungen an Marketing, Einkauf und Geschäftsführung. Ziel ist die Steigerung von Umsatz, Conversionrate und Kundenbindung sowie die Reduktion von Warenkorbabbrüchen.

Welche täglichen Aufgaben hat ein Datenanalyst im E‑Commerce?

Zu den täglichen Aufgaben gehören Data‑Wrangling und ETL‑Prozesse, Erstellung von täglichen oder wöchentlichen Reports mit Kennzahlen wie Conversion Rate und AOV, sowie Ad‑hoc‑Analysen bei Umsatzabweichungen. Er führt Funnel‑Analysen durch, implementiert Tracking‑Events und präsentiert Erkenntnisse den Stakeholdern, um konkrete Maßnahmen abzuleiten.

Wie unterstützt ein Datenanalyst Geschäftsentscheidungen?

Er arbeitet hypothesenbasiert, testet Annahmen zu Kampagnen, Preisstrategien oder UX‑Änderungen und priorisiert Hebel mit dem größten Impact. Mit Forecasting‑Methoden wie Prophet oder ARIMA reduziert er Risiken wie Out‑of‑Stock‑Situationen und hilft, Budget- und Ressourcenentscheidungen datengetrieben zu treffen.

Welche Tools und Programmiersprachen nutzt ein Datenanalyst?

Wichtige Tools sind SQL für Data‑Wrangling, Python (Pandas, scikit‑learn) oder R für Analysen, sowie BI‑Plattformen wie Tableau, Power BI oder Looker für Dashboards. Für Tracking und Behavioral Data werden Google Analytics/GA4, Adobe Analytics oder Mixpanel genutzt. Data Warehouses wie BigQuery, Snowflake oder Redshift und ETL‑Tools wie Fivetran oder Airflow sind ebenfalls verbreitet.

Welche statistischen Kenntnisse sollte ein Datenanalyst haben?

Er sollte Hypothesentests (z. B. t‑Test, Chi‑Quadrat), Regressionsanalyse und Zeitreihenanalysen beherrschen. Kenntnisse in Experimentdesign, statistischer Power‑Berechnung und Multiple‑Testing sind wichtig für aussagekräftige A/B‑Tests und Signifikanzbewertungen.

Wie helfen Datenanalysten bei Conversion‑Optimierung und Personalisierung?

Sie analysieren Checkout‑Funnel, identifizieren Abbruchstellen und implementieren Tracking‑Events. Für Personalisierung bauen sie Empfehlungsmodelle (Collaborative oder Content‑Based Filtering), segmentieren Kunden mit RFM‑Analysen und messen Effekte via A/B‑Tests und Lift‑Analysen. Tools wie Dynamic Yield oder Optimizely können integriert werden.

Wie wird die Performance von Produkten und Sortiment analysiert?

Über Zeitreihenanalysen erkennt der Analyst Saisonalität und Trends. Mit ABC‑Analysen oder Pareto‑Betrachtungen identifiziert er Topseller und Ladenhüter. Er bewertet Preiselastizität, misst Promotion‑Effekte auf Marge und Wiederkäufe und nutzt ERP‑Schnittstellen (z. B. SAP) zur Verbindung von Verkaufs‑ und Bestandsdaten.

Welche Rolle spielt Datenschutz (DSGVO) bei der Arbeit eines Datenanalysten?

Datenschutz ist zentral. Der Analyst anonymisiert personenbezogene Daten, sorgt für korrekte Consent‑Verwaltung und prüft Auftragsverarbeitungsverträge mit Drittanbietern wie Google oder Adobe. Er stellt sicher, dass Tracking‑Implementierungen DSGVO‑konform sind und personenbezogene Informationen sicher verarbeitet werden.

Wie wird der Erfolg von Marketingkampagnen gemessen?

Kampagnen werden kanalübergreifend mit Kennzahlen wie ROAS, CAC und CLV bewertet. Uplift‑Modelling und Kontrollgruppendesigns schätzen den kausalen Effekt von Kampagnen. Der Analyst vergleicht kurzfristige Sales‑Effekte mit langfristigem Kundenwert, zum Beispiel bei saisonalen Aktionen wie Black Friday.

Welche Kenntnisse sind wichtig, um als Datenanalyst im E‑Commerce einzusteigen?

Relevante Qualifikationen sind Studiengänge in Statistik, Informatik oder Data Science oder praxisorientierte Bootcamps. Kernfertigkeiten sind SQL, Python/R, BI‑Tools und Kenntnisse in Tracking sowie DSGVO. Ein Portfolio mit Fallstudien, Dashboards und konkreten Business‑Recommendations erhöht die Chancen bei Bewerbungen.

Welche Karrierepfade und Gehaltsaussichten gibt es in Deutschland?

Einstiegsmöglichkeiten führen vom Junior Data Analyst über Senior Data Analyst zu Rollen wie Data Scientist oder Analytics Manager. Spezialisierungen in Pricing, Marketing Analytics oder Produktanalyse sind möglich. Gehälter variieren nach Erfahrung und Unternehmensgröße; große Plattformen und Agenturen zahlen tendenziell mehr.

Welche Infrastruktur ist für datengetriebene E‑Commerce‑Teams empfehlenswert?

Eine moderne Infrastruktur besteht aus einem Data Warehouse (Snowflake, BigQuery), ETL/ELT‑Pipelines (Fivetran, Airflow), BI‑Tools (Looker, Power BI) und Integrationen zu Shop‑Systemen (Shopify, Shopware) sowie AdTech (Google Ads, Meta Ads). Echtzeit‑Streaming mit Kafka oder Pub/Sub kann für Inventar‑Monitoring sinnvoll sein.

Wie werden Attribution und Customer Journey analysiert?

Analysen nutzen Multi‑Touch‑Attribution oder datengetriebene Modelle statt einfacher Last‑Click‑Zuweisung. Customer Journey Mapping identifiziert Touchpoints wie Ads, E‑Mail und Organic Search und bewertet deren Einfluss auf CAC und langfristigen CLV. Vergleichende Analysen helfen, Paid Social gegenüber SEA zu bewerten.

Welche praktischen Projekte führen Datenanalysten im E‑Commerce typischerweise durch?

Typische Projekte sind Conversion‑Optimierung des Checkouts, Promotion‑Evaluierungen, Aufbau von Empfehlungsalgorithmen, Forecasting zur Lagerplanung und Channel‑Attribution zwischen eigenem Shop und Marktplätzen wie Amazon Marketplace.

Welche Soft Skills sind für Datenanalysten wichtig?

Kommunikation, Storytelling mit Daten, Stakeholder‑Management und ein Verständnis für Geschäftsprozesse sind entscheidend. Die Fähigkeit, technische Ergebnisse in konkrete Maßnahmen für Marketing, Einkauf oder Geschäftsführung zu übersetzen, macht den Unterschied.

Welche Metriken sollten E‑Commerce‑Analysten regelmäßig überwachen?

Wichtige KPIs sind Conversion Rate, AOV (Average Order Value), CLV, Retention Rate, Retourenquote und Bounce Rate. Ergänzend sollten ROAS, CAC und Lagerkennzahlen zur Verfügbarkeit regelmäßig geprüft werden.